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Die Kohle noch einmal sehr bewusst in den Fokus zu richten, scheint geradezu ZU nahe liegend zu sein, ist es aber meines Erachtens nicht. Kohle verschwindet mehr und mehr aus unserem Sichtfeld; wer heizt noch mit Kohle? Abraumhalden werden begrünt etc.. Kohle war das auf dem Gahlenschen Kohlenweg transportierte Gut. Die der Kohle-Säule entweichenden Seifenblasen stehen für Visionen, Träume, Erinnerungen, Ideen. In ihrem materiellen Kontrast zur Kohle stehen sie auch für Wandel und Veränderung - aus der Schwere der Kohle entweicht das Ideenhafte, die Idee - Schwere und Flüchtiges kontrastieren. Die schwere und schweißtreibende Arbeit, die mit der Kohlegewinnung und Verarbeitung zu tun hatte (hat) erfährt hier eine poetische Leichtigkeit. Auch ein wunderbares Bild für den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Sicher auch zerplatzte Träume so mancher rund um die Kohle (Zechensterben etc.). Der Assoziationsmöglichkeiten sind es viele. Die Seifenblasen werden in die Stadt hineingetragen und verbreiten sich. Gleichzeitig trägt sich so die Idee des Projektes für die KulturHauptstadt 2010 in die Stadt hinein und kann sich da mit spielerischer Leichtigkeit verbreiten. Die Seifenblasen werden mit diesem Projekt identifiziert und weisen darauf hin.
Hermann J Kassel
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53 Gemeinden avancieren in 2010 gemeinsam zur Kulturhauptstadt.
Dann sollen 53 Apfelbäume am „Gahlenschen Kohlenweg“ in Dorsten blühen - für jede Gemeinde des Ruhrgebiets einer. Am 29. November 2008 haben wir sie gemeinsam auf dem Hof Dalhaus im Ortsteil Altendorf-Ulfkotte gepflanzt!
53 alte geschätzte Apfelsorten, von denen viele nahezu verschwunden waren, können jetzt auf einer ca. 2 ha großen Streuobstwiese, die den Umriss des Ruhrgebietes hat, gedeihen und unsere Apfelkultur wieder reichhaltiger machen. Die Wege, die sich durch die Wiese schlängeln, entsprechen den Flussläufen und die Bäume werden entsprechend der geographischen Lage der Städte gepflanzt. Auch der Verlauf des historischen Gahlenschen Kohlenwegs ist eingefügt. Repräsentanten aus 50 der 53 Gemeinden hatten es sich trotz der Kälte nicht nehmen lassen, an diesem Samstagmorgen nach Dorsten aufzubrechen! Ebenfalls dabei waren Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elverfeld aus Münster, RVR-Regio-naldirektor Heinz-Dieter Klink sowie Ruhr.2010-Programmkoordinator Jürgen Fischer.
Wir haben uns darüber sehr gefreut und sagen „Herzlichen Dank“.
Und natürlich waren auch die 53 Baumpaten gekommen, um „ihren Baum“ zu pflanzen. Für den einmalig gezahlten Betrag von 40 € feiern sie jetzt mit uns jährlich ein Apfelfest und erhalten 2 kg Äpfel ihres Baums, sobald es denn etwas zu ernten gibt!
Doch nicht nur Obstkulturen dürfen hier gedeihen parallel zur Natur darf sich auch die Kunst mit Ausstellungen, Lesungen und Musik entfalten. So soll aus einer Streuobstwiese der RUHR-KULTUR-GARTEN werden. Den Wandel des Ruhrgebiets sichtbar und erfahrbar zu machen von der Landwirtschaft über den Bergbau und die Industrie bis zur Kulturmetropole das ist das Ziel für 2010! Der Hattinger Kunstverein - die galerie januar, Bochum - der Förderverein Unser Fritz 2/3, Herne - der Kunstverein Gelsenkirchen und Virtuell-Visuell e.V. in Dorsten sind die Projektoren des Kulturhauptstadt-Projekts:
„Der Gahlensche Kohlenweg Kunststraße wird Straße der Kunst“
Der historische Transportweg dehnte sich in Süd-Nord-Richtung von Hattingen über die Ruhr nach Bochum, Herne, Gelsenkirchen bis hin nach Dorsten aus. Analog zur einstigen Streckenführung wird die ehemalige Handelsstraße in Erinnerung gerufen und durch Kunstmarken zeitgenössischer Künstler zur Kunstachse der Gegenwart. Der Kulturgarten in Dorsten gehört dazu Kunst und Landschaft begegnen sich!
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