Kunstverein Gelsenkirchen e.V.

Raumsprachen open space

Einladung

zur offiziellen Eröffnung des Kulturhauptstadt-Projektes "open space"

am 30. Oktober 2010, um 15.00 Uhr

laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Treffpunkt: nördl. Sommerhofsweg, westl. Bochumer/Ulfkotter Str. (B224), Gelsenkirchen/Dorsten.

Begrüßung: Heinz-Dieter Klink, Direktor des Regionalverbandes Ruhr
Grußworte: Christel Briefs, Stellvertetende Bürgermeisterin der Stadt Dorsten und Klaus Hermandung, Bürgermeister der Stadt Gelsenkirchen.
Einführung: Dr. Uwe Schramm, Geschäftsführung Kunsthaus Essen e.V.

Presseinformation...

galerie januar e.V. zeigt "abgefahren", ein Kunstwerk im öffentlichen Raum von Klaus Dauven



"abgefahren"
Ab Sonntag, 18. Juli 2010 am Tage des Still-Leben Ruhrschnellweg
Die großformatige Zeichnung von Klaus Dauven an der A 40-Abfahrt Bochum-Hamme entsteht durch Wegnehmen statt durch Hinzufügen: Der Künstler entfernt über eine Länge von ca. 400 m mit einem Hochdruckreiniger Teile der vorhandenen Schmutz-Patina so, dass ein Hell-Dunkel- Kontrast zwischen gereinigten und ungereinigten Teilen entsteht. Exakt am Schnittpunkt der wichtigsten Verkehrsader des Reviers, der A 40 mit dem Gahlenschen Kohlenweg bilden die unterschiedlich großen hellen Kreise entlang der durch gehenden Schmutzlinie eine abstrakte Visualisierung des Ballungsraumes
ab 18. Juli 2010 A 40-Abfahrt Bochum-Hamme, Brücke Dorstener Straße

PRESSEINFORMATION...


Presseinfo zur route*industrirkultur...


Kirsten und Peter Kaiser

„Schwarzes Gold“ am Gahlenschen Kohlenweg

Der Beton-Kubus am Recklinghäuser Tor bot der Künstlerin Kirsten Kaiser einen surrealen Moment, den sie fast wie eine Hommage an Magritte wortwörtlich geträumt hat:

In den Kubus ist ein 3,50 x 2,00 m großer künstlicher schwarzer Kohlebrocken eingehängt. Auf ihm thront eine goldene Industrie-Silhoutte. Bei Dunkelheit wird der schwarze Stein mit Weißlicht angestrahlt - der Kubus selbst erscheint durch amberfarbene Up- und Down-Lights warmgoldig. Schwarz und Gold erhöhen sich gegenseitig. Die Skulptur „Schwarzes Gold“ veranschaulicht die Wichtigkeit, die die Kohle für die Entwicklung der Region hatte.

Der GAHLENSCHE KOHLENWEG (1766–1792) führte direkt auf das Recklinghäuser Tor zu. Die Stadtväter wollten jedoch verhindern, dass die schweren Fuhrwerke, jährlich bis zu 4000, das Straßenpflaster ruinierten.  So wurden die Wagen am Stadttor vorbei geleitet über den heutigen Südwall, der offensichtlich erst als Teil des Kohlenwegs entstand. An der „Steinernen Brücke“ über den Schölzbach begann bereits Gahlen und damit preußisches Territorium. Hier wurde Wegegeld fällig: jährlich 480 Taler Zoll zahlten die Kohletransporteure.

Das 1767 extra erbaute Kohlhaus in Gahlen an der Lippe am Endpunkt der „Kunststraße“ war sowohl Zwischenlager für die Kohlen wie auch Wohnhaus für die Preußischen Beamten. 1972 - bei der Erweiterung des Wesel-Datteln-Kanals – wurde es abgerissen. Zur Erinnerung an das historische Kohlhaus, hat virtuellvisuell bereits in 2008 am ehemaligen Standort in der Gahlener Str. 216 die 4,10 m hohe Kohlestele von Hermann J Kassel: „Dorsten I – IV /2008“

- Zur Kohle gedachtes, gesagtes, gelachtes, geträumtes, gemachtes -
aufstellen lassen

Zur Einladung...


Ausstellung

KOHLEN-KUNST-TRANSFER
Gahlenscher Kohlenweg – Kunststraße wird Straße der Kunst

vom 26.11.2010 – 23.01.2011

Kunstmuseum Gelsenkirchen – Alte Villa

Horster Str. 5-7
45879 Gelsenkirchen
Tel.: Info: 0209 - 169•4361
Fax:         0209 - 169•4801

Die Ausstellung KOHLEN-KUNST-TRANSFER vereint national und international anerkannte Künstler, die eine historische Transporttrasse, den Gahlenschen Kohlenweg, mit ihren Werken seit 2008 kontinuierlich ins Bewusstsein rücken. Einst von Bochum über Herne, durch Gelsenkirchen bis hin nach Gahlen bei Dorsten verlaufend, um den schon im 18. Jahrhundert gefragten Rohstoff von den Kleinzechen im Süden Bochums bis hin zur Verschiffung im Lippehafen bei Dorsten zu befördern, fungiert dieser inzwischen vergessene Transportweg nach Um- und Ausbaubauten