Künstlerzeche Unser Fritz 2/3


Fotos: Helmut Be

von Helmut Bettenhausen, Herne
Förderverein Unser Fritz 2/3 e.V., Herne

Als prägnante Kunstmarke am ehemaligen Kohlenweg bildet der Triumphbogen der Kohle
ein aus Eisenstahl geschaffenes und mit 4,5 Tonnen Koks verfülltes Werk, 4,20 m hoch und breit sowie 70 cm tief das monumentale Eingangstor.
Er erinnert in markanter Denkmalform an den Rohstoff, der nicht nur das Gelände, die Zeche Unser Fritz 2/3 selbst,
sondern die Region seit der Frühindustrialisierung elementar geprägt hat.

ab 15. Mai 2010
Dorstenerstraße., Einmündung Sternstraße, Herne


Brücke über die Emscher bei Crange

Fotos: Helmut Be

von Helmut Bettenhausen, Herne
Förderverein Unser Fritz 2/3 e.V., Herne

Im Verlauf des Gahlenschen Kohlenwegs quert der Weg an dieser historischen Stelle die Emscher.
Das kubische Bauwerk soll an die damalige, wichtige Brücke erinnern.
Die Bodenskulptur im angedeuteten Flußbett, besteht aus verschiedenen Materialien des frühen Kohlenwegs von damals bis heute.
Eine der 1985 im Rahmen des Projektes "grenzüberschreitung R" entwickelte Idee wurde somit 2011 realisiert.


KOHLE-KUNST-TRANSFER

Gahlenscher Kohlenweg – Kunststraße wird Straße der Kunst

Erdtransfer

Eine Aktion entlang des Gahlenschen Kohlenwegs

Fotos: Ortwin Horn
Ein Loch wird ausgegraben. Der Aushub einige Kilometer entfernt wieder in ein anderes Loch gefüllt. Und so geht es weiter. Die Aktion "Erdtransfer" bewegt Erde von Ort zu Ort, entlang ausgewählter Orte des "Gahlenschen Kohlenweges", einer Verbindungsstrße des 18. Jahrhunderts, auf der von den frühen Zechen im Bochumer Süden die Kohle zur Lippe ins ebenfalls märkische Gebiet zum Standort des ehemaligen Kohlhauses nach Gahlen bei Dorsten transportiert wurde, wo sie auf die Lippe und von dort weiter auf den Rhein verschifft wurde.

Die erste Station ist die 1855 in Betrieb gesetzte Zeche "Vereinigte Pfingstblume" in Bochum-Stiepel, stellvertretend für die früheren Stiepeler Reviere und Flöze. Dort ist die Erde dunkel, vielleicht noch ein wenig kohlehaltig, Material einer ehemaligen Abraumhalde dieser Zeche. Die Erde vom Bochumer Süden wird zur Lippe bei Gahlen transportiert, dort, wo einst die Kohle auf der Lippe verschifft wurde. Auch da, unweit des ehemaligen Kohlhauses, wird wieder Erde ausgehoben, steiniger Boden, viel Lippekies vom Damm des Lippe-Seiten-Kanals. Der mitgebrachte Boden aus dem Bochumer Süden wird in das ausgehobene Loch verfüllt. Von hieraus beginnt der Rücktransport. Das ausgehobene Material wird nach Gelsenkirchen-Buer über den Gahlenschen Kohlenweg transportiert. In der Nähe der Matthäuskirche findet der nächste Aushub statt. Verfüllt wird hier der mitgebrachte Boden aus Gahlen. Die Erde aus Gelsenkirchen, Mutterboden mit altem Wurzelwerk, gelangt dann nach Herne-Wanne zur Künstlerzeche "Unser Fritz" 2/§. Hier vor dem alten Beamten- und Kauengebäude wird wiederum ein Loch ausgehoben, ein Gemisch aus Rasen und Erde in ein Speisfass gefüllt zum Weitertransport nach Stiepel. Der aus Gelsenkirchen mitgebrachte Aushub wird hier in "Unser Fritz" verfüllt. In Stiepel an der Zeche "Vereinigte Pfingstblume" schließt sich dann der Kreis.
12. März 2011 Dr. Falko Herlemann


Förderverein: Jens Blome,
Telefon 02325-3934
info@kuenstlerzeche.de