Fotos: Helmut Be |
|||||||||||||||
von Helmut Bettenhausen, Herne
|
|||||||||||||||
| Ein Loch wird ausgegraben. Der Aushub einige Kilometer entfernt wieder in ein anderes Loch gefüllt. Und so geht es weiter. Die Aktion "Erdtransfer" bewegt Erde von Ort zu Ort, entlang ausgewählter Orte des "Gahlenschen Kohlenweges", einer Verbindungsstrße des 18. Jahrhunderts, auf der von den frühen Zechen im Bochumer Süden die Kohle zur Lippe ins ebenfalls märkische Gebiet zum Standort des ehemaligen Kohlhauses nach Gahlen bei Dorsten transportiert wurde, wo sie auf die Lippe und von dort weiter auf den Rhein verschifft wurde. | Die erste Station ist die 1855 in Betrieb gesetzte Zeche "Vereinigte Pfingstblume" in Bochum-Stiepel, stellvertretend für die früheren Stiepeler Reviere und Flöze. Dort ist die Erde dunkel, vielleicht noch ein wenig kohlehaltig, Material einer ehemaligen Abraumhalde dieser Zeche. Die Erde vom Bochumer Süden wird zur Lippe bei Gahlen transportiert, dort, wo einst die Kohle auf der Lippe verschifft wurde. Auch da, unweit des ehemaligen Kohlhauses, wird wieder Erde ausgehoben, steiniger Boden, viel Lippekies vom Damm des Lippe-Seiten-Kanals. Der mitgebrachte Boden aus dem Bochumer Süden wird in das ausgehobene Loch verfüllt. | Von hieraus beginnt der Rücktransport. Das ausgehobene Material wird nach Gelsenkirchen-Buer über den Gahlenschen Kohlenweg transportiert. In der Nähe der Matthäuskirche findet der nächste Aushub statt. Verfüllt wird hier der mitgebrachte Boden aus Gahlen. Die Erde aus Gelsenkirchen, Mutterboden mit altem Wurzelwerk, gelangt dann nach Herne-Wanne zur Künstlerzeche "Unser Fritz" 2/§. Hier vor dem alten Beamten- und Kauengebäude wird wiederum ein Loch ausgehoben, ein Gemisch aus Rasen und Erde in ein Speisfass gefüllt zum Weitertransport nach Stiepel. Der aus Gelsenkirchen mitgebrachte Aushub wird hier in "Unser Fritz" verfüllt. In Stiepel an der Zeche "Vereinigte Pfingstblume" schließt sich dann der Kreis. |
| 12. März 2011 | Dr. Falko Herlemann |
![]()