Der Beton-Kubus am Recklinghäuser Tor bot der Künstlerin Kirsten Kaiser einen surrealen Moment, den sie fast wie eine Hommage an Magritte wortwörtlich träumte:
Im Kubus am Recklinghäuser Tor hängt ein monumentaler künstlicher schwarzer Kohlebrocken. Auf dem Gemälde „Das Pyrenäen-Schloss“ von René Magritte ist eine Schloss-Silhouette zu sehen. Auf dem Kohlebrocken aber thront ein kleiner goldener Förderturm. Bei Dunkelheit wird der schwarze Stein mit Weißlicht angestrahlt - der Kubus selbst erscheint durch amberfarbene Up- und Down-Lights warmgoldig. Schwarz und Gold erhöhen sich gegenseitig. Die Skulptur „Schwarzes Gold“ veranschaulicht die Bedeutung, die die Kohle für die Entwicklung der Region hatte..
Der GAHLENSCHE KOHLENWEG (17661792) führte direkt auf das Recklinghäuser Tor zu. Die Stadtväter wollten jedoch verhindern, dass die schweren Fuhrwerke, jährlich bis zu 4000, das Straßenpflaster ruinierten. So wurden die Wagen am Stadttor vorbei geleitet über den heutigen Südwall, der offensichtlich erst als Teil des Kohlenwegs entstand. An der „Steinernen Brücke“ über den Schölzbach begann bereits Gahlen und damit preußisches Territorium. Hier wurde Wegegeld fällig: jährlich 480 Taler Zoll zahlten die Kohletransporteure.
Am Endpunkt der „Kunststraße“ in Gahlen an der Lippe war das KOHLHAUS, 1767 erbaut von Architekt F. Wauters, sowohl Zwischenlager für die Kohle wie auch Wohnhaus für die Preußischen Beamten. Bei der Erweiterung des Wesel-Datteln-Kanals musste es 1972 abgerissen werden. Zur Erinnerung an den historischen Ort platzierte virtuellvisuell im November 2008 hier die Kohlestele von Hermann J Kassel DORSTEN I IV/2008. Adresse: Gahlener Str. 216, 46282 Dorsten „Dorsten I IV /2008“